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Verbundprojekt Kastanienhaine Zentralschweiz
Hainmodule

Restaurationen und Neubegründungen

In der Projektphase 2008-11 ist die Einrichtung folgender Kastanienhaine geplant. Detailplanung und Umsetzung der Hainmodule erfolgen gestaffelt in drei Serien mit Beginn 2008, 2009 und 2010. Während der Detailplanungen ergeben sich laufend Anpassungen in der Liste der Hainmodule: Einige Hainmodule erhielten gängigere Namen (Nr. gleichbleibend), einige wurden erweitert, andere reduziert oder in Kernzone und Umgebungszone aufgeteilt (ha in Klammer). Wenn aufgrund zuwiderlaufender Interessen keine zielkonforme Detailplanung möglich war, wurden Hainmodule durch ein anderes geeignetes Hainmodul ersetzt (Nr. gem. Liste Anhang Projektierung) oder in zwei Fällen ersatzlos gestrichen. Die Anzahl Module wurde so auf 14 Hainmodule reduziert, wobei die Gesamtfläche aufgrund von Erweiterungen in anderen Hainmodulen aber etwa gleich gross bleibt.

Einen Eindruck der umfangreichen Arbeiten vom Winter 2009/10 geben Ihnen die Bilder Hainmodule. Nähere Angaben und Dokumente zu den einzelnen Hainmodulen finden Sie auf der jeweiligen Unterseite:

LU
H30 Chesteneweid Weggis 2008 4.8ha
H34 Zimmeriwald Luzern/Adligenswil 2008 2.9ha
H02 Utohorn Waldwinkel Horw 2009 0.4ha
(+1.1ha)
H29 Plattenbänkli Vitznau 2009 0.6ha
H01 Tanzenberg Weggis 2009 1.0ha
H27 Stotzigweid Weggis 2010 0.3ha
(+1.9ha)
H31 Mätzli Vitznau 2010 0.5ha
H33 Gächrain, Meierskappel 2010 1.0ha

NW
H04 Vordermattliweid, Kehrsiten 2009 0.9ha
H05 Schafrain, Kehrsiten 2010 0.6ha

OW
H38 Giglen Allmend, Stalden 2009 0.4ha
H23 Turren Ried, Stalden 2010 1.0ha

SZ
H09 Rufiberg Sommerweid, Arth 2008 0.8ha
H13 Chilenwald, Ingenbohl 2009 0.7ha

Gesamt   15.9ha
(+3.0ha)

Was ist ein Kastanienhain?




Typische Elemente von Kastanienhainen einst und jetzt: Lockerer Baumbestand, durchgehende Grasnarbe oder Krautschicht

Der Kastanienhain ist eine alte Nutzungform, bei der sich drei Nutzungen ideal ergänzen. Kennzeichen ist ein lockerer Bestand grosskroniger Kastanienbäume zur Fruchtproduktion (ca. 50-65 Bäume/ha), die zusätzlich auch für die Holzproduktion dienen (Brennholz, Stammholz). Die lichte parkähnliche Bestockung ermöglicht darunter eine durchgehend geschlossene Kraut- oder Grasschicht und einen Unternutzen durch Mahd oder Beweidung.

Wie genau die ursprünglichen Zentralschweizer Kastanienhaine damals ausgesehen haben, wissen wir heute nicht mehr. Vermutlich waren sie aber den Kastanienselven der Alpensüdseite strukturell recht ähnlich (vgl. Bilder). Unterschiede könnten darin bestanden haben, dass hier auch schon früher nicht nur mit Geissen, sondern auch mit Kühen beweidet wurde. Und wahrscheinlich gab es hier auf den Allmenden das für die romanisch geprägten Gebiete typische „jus plantandi“ (privater Baumbesitz ohne Bodenbesitz) nicht, sondern eher eine gemeinsame flächige Nutzung durch die Korporationen – ev. auch eine alljährliche Vergabe von Fruchtnutzungslosen an Familien oder Händler.

ar, 10. September 2010

   
Downloads
Weitere Detailinforma-tionen zum Verbund-projekt Kastanienhaine Zentralschweiz
PDF-Datei (389 KB).
 
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